„Wir sehen uns als muslimischen Teil der deutschen Gesellschaft“

Cemalettin Özdemir, Leiter der Begegnungstube Medina e.V.

Interreligiöse Kommission

Die Begegnungsstube Medina e.V. findet in der Kommission für den Interreligiösen Dialog (KIRD) im Erzbistum Bamberg eine Plattform, um ihre jahrzehntelange Erfahrung im interreligiösen Dialog zu teilen und ist seit der Gründung im Jahr 2008 ständiges und unverzichtbares Mitglied im Gremium. Die KIRD steht für einen offenen, professionellen und fairen Dialog zwischen den Weltreligionen. In der aktuellen Amtszeit bis 2021 setzt sich die Kommission, neben Ali Nihat Koç, dem Vertreter der Begegnungsstube Medina e.V., aus zwölf weiteren Personen zusammen, die dem islamischen, christlichen sowie jüdischen Glauben angehören. Das Ziel ist es, ein effizientes Netzwerk von Multiplikatoren zu schaffen. 

Der initiale Gedanke bei der Gründung dieser Kommission besteht darin, eine „Denkfabrik“ zu bilden, die Anstöße gibt und als Ansprechpartner für alle konkreten Fragen im Gespräch zwischen Muslimen, Christen und Juden fungiert. Die Kommission erarbeitet Arbeitshilfen für Gemeinden mit Blick auf die „multireligiöse Situation“ in Deutschland, veranstaltet Studiengänge und führt somit einen Dialog des Lebens, des Handelns, des theologischen Austausches und der religiösen Erfahrung.

Die inhaltliche Kernfrage befasst sich also mit dem Zusammenleben der Religionen in der Nachbarschaft, am Arbeitsplatz, im Kindergarten, der Schule und im Altenheim. Die Kommission soll sich aber auch öffentlich zu sozialen oder politischen Fragen äußern und gegen rassistische oder rechtsextreme Aussagen Stellung beziehen sowie vorhandene Ängste und Vorurteile abbauen.

Jedem Gedanken wohnt eine entsprechende Wirkung inne.

Maulana Dschallaladdin Rûmi